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Totengedenken

Was ist das Totengedenken?

Die Parastas-Gottesdienst, tief und voller Bedeutung, hat das Ziel, für die Verstorbenen im Herrn zu beten. Durch sie drücken wir unser Mitgefühl für unsere geliebten Verstorbenen aus, stärken uns selbst, aber – vor allem – beten wir zu Gott, dass er ihre Sünden vergibt und sie in Sein Reich aufnimmt.

Der Ursprung des Parastas liegt in der Praxis der ersten christlichen Gemeinschaften, die das Andenken an die Verstorbenen durch Gebete und Opfergaben lebendig hielten. Diese Tradition hat sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt und führte zur heutigen Form des Parastas-Gottesdienstes, der liturgische, biblische und traditionelle Elemente kombiniert.

Der Parastas-Gottesdienst ist um besonders tiefgehende Gebete strukturiert, in denen Gott gebeten wird, die Seele des Verstorbenen „an den Ort des Lichts, des Grüns und der Ruhe“ zu empfangen, wo es keine Schmerzen, Trauer oder Seufzer gibt. Diese Gebete werden begleitet von Lesungen aus der Heiligen Schrift, die an das Versprechen der Auferstehung und des ewigen Lebens erinnern.

Ein charakteristisches Element des Parastas ist die „Coliva“, ein Gericht aus gekochtem Weizen, das die Auferstehung und das ewige Leben symbolisiert. Der Weizen, als Quelle des Lebens, erinnert an die Worte des Erlösers Jesus Christus: „Wenn das Weizenkorn, das in die Erde fällt, nicht stirbt, bleibt es allein; aber wenn es stirbt, bringt es viel Frucht“ (Johannes 12, 24). Durch dieses Symbol erinnert die Kirche an die Realität der Auferstehung und des Wiedersehens mit Gott.

Bedeutung des Parastas-Gottesdienstes

Der Parastas-Gottesdienst dient nicht nur dazu, den Hinterbliebenen Trost zu spenden, sondern auch dazu, die Verbindung zwischen den Lebenden und den Verstorbenen zu stärken, indem die Gemeinschaft aller Mitglieder der Kirche betont wird, sowohl derer auf der Erde (die kämpfende Kirche) als auch derer, die im Jenseits sind (die triumphierende Kirche). Dies unterstreicht das orthodoxe Verständnis der Kirche als den mystischen Leib Christi, in dem alle ihre Mitglieder durch Liebe und Gebet miteinander verbunden sind – jenseits der natürlichen Grenzen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Parastas in der Orthodoxen Kirche nicht nur ein einfacher Beerdigungsdienst ist, sondern eine tiefgreifende Manifestation der christlichen Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben, eine Bestätigung der Verbindung zwischen den Lebenden und den Verstorbenen und eine Erklärung der Liebe zu unseren geliebten Verstorbenen.

Für die Durchführung dieses Gottesdienstes bitten wir Sie, uns mindestens eine Woche im Voraus zu kontaktieren.

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